Was bedeutet Demeter?
Ziel der Demeter-Betriebe ist es, im Einklang mit der Natur einen in sich geschlossenen Betriebskreislauf zu bilden. Die Größe der Tierherde beispielsweise ist angemessen an die Weide- und Ackerflächen, es wird nur Betriebseigenes Futter, auch nur selbst hergestelltes Kraftfutter gefüttert! Dies ist ein markanter Unterschied zu herkömmlichen Betrieben, denn somit ver- meidet man ganz bewusst auch den energietechnisch fragwürdigen Einsatz von Kraftfutter aus Drittweltländern.

Im Besonderen ist zu erwähnen, dass durch ganz gezielte Fruchtfolge, speziell hergestellte Kräuterpräparate und eine ausgewogene Düngung mit dem hofeigenen Mist und Kompost
der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden nicht erforderlich ist. Der Boden ist von den Nährstoffen her in möglichst ausgewogenem Zustand, sodass die Pflanzen sich durch Robustheit und wenig Anfälligkeit gegenüber Schädlingen oder Pilzkrankheiten auszeichnen. Dies bedeutet für uns Landwirte ein großes Vertrauen in die Zusammenhänge der Natur, man ist auch immer ein Stück weit Naturkundler und -Forscher.

Diese ganzen Betriebszusammenhänge wurden vor vielen Jahren im so genannten „Demeter-Bund“ zusammengefasst, und liegen heute als Rahmenrichtlinien den Landwirten vor. Der Demeter-Bund ist sowohl ein beratendes, als auch ein Kontrollorgan. Er hat seinen Hauptsitz in Darmstadt bei Frankfurt am Main. So hat auch der Verbraucher die Gewissheit, dass er beim Kauf eines Demeterproduktes eine ganz bestimmte Betriebsstruktur fördern und unterstützen kann. >>> Hier auf der offiziellen Demeter-Homepage mehr erfahren.

Besonderheiten
Außer dem Ulmenhof gibt es in Unterlengenhardt noch eine Demeter-Gärtenerei, zusammen haben wir die Gemarkung als Gentechnikfreie-Region ausgewiesen

Nennenswert ist in unseren Breiten das große „Solardach“ an der Südwestseite der Dachfläche. Es ist eine Konstruktion, die im Sommer heiße Luft ansammelt, um damit Heu
oder auch Getreide nach trocknen zu können. Bei uns gibt es regelmäßig Wärmegewitter, die einem bei der Heugewinnung oder auch bei der Getreideernte zu schaffen machen können. Man kann dann schnell reagieren und das Heu vorzeitig einfahren. Mit der Klimaveränderung gehen leider auch stark wechselnde Wetterverhältnisse einher, so dass die Trocknung jedes Jahr kostbarer wird.

Außerdem befindet sich neben dem Solardach noch ein Feld mit Sonnenkollektoren, die den gesamten Warmwasserbedarf inklusive Heisswasserreinigung für die Melkanlage im
Sommerhalbjahr bereit stellt.